Das Pädagogische Malkonzept nach Elisabeth Walder

„Die Idee des Malateliers/Malorts besticht durch Klarheit. Sie zu nutzen bedeutet eine Chance in einem immer schwieriger werdenden Umfeld und bietet die Gelegenheit, dem schöpferischen Potential der Kinder mit Respekt und Wohlwollen zu begegnen“

Elisabeth Walder, Schweizer Pädagogin

Die pädagogische Basis der Arbeit in meinem Malort bildet meine einjährige Ausbildung bei der Schweizer Pädagogin Elisabeth Walder. Sie begann vor 25 Jahren das Malen, das sie 1978 in einer Ausbildung bei Arno Stern gelernt hatte, in ihrem Kunstunterricht anzuwenden. Elisabeth Walder hat die Erfahrung gemacht, daß Dinge, die im Kunstunterricht gelehrt werden, bei den Kindern nicht verinnerlicht werden; Dinge, die aber im Malort/Malatelier selbst erfahren und 'ermalt' werden, langfristig dem Menschen erhalten bleiben. Ergänzend zu Sterns Arbeit hat sie bei ihren Ausbildungsseminaren im Laufe der Jahre einen großen praktischen Teil angefügt, der die Bedürfnisse im oft problematischen Kindergarten- bzw. Schulalltag aufgreift.

 

In vielen Schweizer Schulen und Kitas macht man seit 25 Jahren sehr gute Erfahrungen mit der Arbeit im integrierten Malort/Malatelier. Das Malatelier ist für viele Schulen ein pädagogisch zeitgemäßes Angebot, weil eine klare Ordnung besteht, gemeinsame Regeln eingeübt werden, subjektive Malergebnisse und ein individueller Lernprozess möglich sind.

 

Anmerkung: In der Schweiz nennen man den Malort auch Malatelier, was jedoch die gleiche Bedeutung hat.

 

Gerne verweise ich hier auf Elisabeth Walders Homepage: www.malraumbaden.ch

Yvonne Rebmann . www.malraum-rodgau.de

„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt“

Albert Einstein

Was bietet das Malen den Kindern?
Im Malraum-Rodgau malen immer Kinder, Jugendliche und Erwachsene in einer Gruppe. In einer hektischen Lebenswelt voller Medien wird es immer bedeutender, hier den Kindern ein Angebot mit
Kontinuität für ihre gestalterische Erlebnisfähigkeit
bereitzustellen. Gerade in unserer schnelllebigen Gesellschaft, die für uns alle mit Fernseh, Computer viel Input bieten, bietet das Atelier einen Gegenpol, eine Output-Möglichkeit sozusagen, was speziell Kindern und Jugendlichen eine ganz neue Möglichkeit bietet, ihre Kreativität frei fließen zu lassen und somit auch auf neue Gedanken zu kommen.



Die Kinder schätzen den wertungsfreien Raum und die Bedienung der Atelierleitung. Kinder gehen beim Malen einen inneren Drang nach. Sie entwickeln ihre Zeichen vom ersten Kritzelknäuel zu den Erstformen. Diese werden später zusammengesetzt bis das Kind erkennt, dass es auch Gegenstände damit abbilden kann. Von da an eröffnet sich ihm malerisch die ganze Welt.

Das Malen im Malort findet nicht willkürlich statt, sondern es beruht auf einem über 60-jährigen Konzept, das in Frankreich von Arno Stern entwickelt wurde. Er hat in dieser Zeit ca 500.000 Kinderbilder gesammelt und erforscht und sogar ein wissenschaftliches Institut gegründet. Seine Forschung liefert ganz neue Erkenntnisse über die Entwicklung der Kinderbilder, auf dessen Basis im malraum-rodgau gearbeitet wird. (Siehe: Historie, Arno Sterns Forschung). Die Kursleitung hat diesen theoretischen Hintergrund und sieht somit auch bei dem themenfreien Malen eine Weiterentwicklung der Kinder.