Das pädagogische Konzept nach Elisabeth Walder

„Die Idee des Malateliers/Malorts besticht durch Klarheit. Sie zu nutzen bedeutet eine Chance in einem immer schwieriger werdenden Umfeld und bietet die Gelegenheit, dem schöpferischen Potential der Kinder mit Respekt und Wohlwollen zu begegnen“

Elisabeth Walder, Schweizer Pädagogin

Die pädagogische Basis meiner Arbeit mit Kitas und Schulen bildet meine Ausbildung bei der Schweizer Pädagogin Elisabeth Walder im Jahr 2006/07.

 

Elisabeth Walder war nach einer Ausbildung bei Arno Stern 1978 von dessen Konzept überzeugt. Sie selbst ist Realschullehrerin und hat in ihrer beruflichen Laufbahn die Erfahrung gemacht, daß die meisten Dinge, die sie im Kunstunterricht gelehrt hatte, bei den Schülern nicht verinnerlicht wurden; Dinge, die aber im Malort/Malatelier selbst erfahren und 'ermalt' werden, langfristig dem Menschen erhalten bleiben. Sie fragte sich nun, wie man dieses Konzept auch in Schulen übertragen kann, um möglichst viele junge Menschen, unabhängig von Bildung oder der finanziellen Lage der Eltern, in den Genuß des Malspiels kommen zu lassen.

 

Sie begann, ein Malatelier in ihrer Schule einzurichten. Aufgrund ihrer pädagogischen Erfahrungen und ihrem Wissen um die 'Formulation' also einer Entwicklung der Zeichen beim Malen, entwickelte sie ihr eigenes Setting in diesem speziellen geschützten Malraum.

Die qualitativen Farben und Pinsel sind auch bei ihr wichtiger Bestandteil des Malspiels. Desweiteren hat sie einige wenige Rahmenbedingungen für das Malen bei altershomogenen Gruppen angepaßt. Auch hier gibt es keine Bewertungen, Beurteilungen, Kritiken etc.

 

Elisabeth Walder bildet seit 25 Jahren Schweizer Lehrpersonen in ihren Fortbildungen aus. In vielen Schweizer Schulen und Kitas macht man sehr gute Erfahrungen mit der Arbeit im integrierten Malort/Malatelier. Das Malatelier ist für viele Schulen ein pädagogisch zeitgemäßes Angebot, weil eine klare Ordnung besteht, gemeinsame Regeln eingeübt werden, subjektive Malergebnisse und ein individueller Lernprozess möglich sind.

 

Mitlerweile habe auch ich einen Raum in einer Schule eingerichtet, wo zwei Mal wöchentlich altersgemischt das Malspiel stattfinden kann. Die Schüler erleben somit neben ihrem Kunstunterricht auch das themenfreie kreative Malen.

 

Anmerkung: In der Schweiz nennen man den Malort auch Malatelier.

 

Ich arbeite mittlerweile eng mit Elisabeth Walder zusammen.

Informationen über das pädagogische Konzept erhalten Sie bei meinen Fortbildungen hier in Deutschland im malraum-rodgau. Die Fortbildungen sind praxisorientiert. Die Fortbildungen starten voraussichtlich wieder Ende 2017.


Yvonne Rebmann . www.malraum-rodgau.de